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Kooperation Schule und Universität

Erstmals werden SchülerInnen im Lehrplan in Mediation und Konfliktmamangement ausgebildet – begleitet von der Europauniversität Viadrina in Frankfurt/Oder. Am Evangelischen Gymnasium in Cottbus startet in diesem Schuljahr das einzigartige Projekt. In einem feierlichen Gottesdienst in der Oberkirche St. Nikolai zum Schuljahresbeginn wurde am Montag der Kooperationsvertrag zwischen der Europauniversität Viadrina in Frankfurt/Oder und der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO übergeben.

Ziel des Projektes ist die Ausbildung aller SchülerInnen der neunten und zehnten Klasse in Mediation und Konfliktmanagement. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Institut für Mediation und Konfliktmanagement der Viadrina. Die dreitägige Mediationsausbildung für SchülerInnen ist in die Lehrpläne integriert. Die einzelnen Unterrichtsfächer sind mit den Ausbildungsinhalten angereichert, so dass das gelernte Wissen auch in der Schulpraxis angewandt werden kann.

Dies ermöglicht eine effektive Nutzung der Lehrpläne: „Der Deutschunterricht eignet sich beispielsweise für Übungen im aktiven Zuhören oder in politischer Bildung für die Frage: Was ist ein Perspektivwechsel“, so der Religionslehrer Holger Thomas, der die Idee zu diesem Projekt hatte.

Die Ausbildung gliedert sich in zwei Phasen: In der neunten Klasse wird vor allem das gegenseitige Verständnis und die Fähigkeit, sich in andere Konfliktparteien hineinzuversetzen, vermittelt. In der zehnten Klasse folgt dann das Thema Konfliktmanagement. Abschließend erhalten alle Schüler*innen ein Zertifikat, das ihnen die über den Fachunterricht hinausgehenden Kompetenzen bescheinigt.  Einzigartig an diesem Projekt ist, dass alle Schüler*innen eine zertifizierte Ausbildung durchlaufen, die zudem noch wissenschaftlich begleitet wird.

An allen Schulen der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO werden die Kinder zu Dialog- und Konfliktfähigkeit, Zivilcourage und Verantwortungsbereitschaft ermutigt. Frank Olie erklärt: „Nur wer gelernt hat, andere anzunehmen und in ihrer Individualität wertschätzt, kann Werte wie Toleranz und Mitmenschlichkeit leben – die Grundlagen unseres christlichen und demokratischen Selbstverständnisses.“

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